Vor 20 Jahren: Der Medienbote - Medien-Tagebuch - Pilotfolge #000

Shownotes

(00:00) - Intro & Begrüßung durch Jörg Wagner (00:36) - Karriereeinstieg: Über die Deutsche Welle & China nach Luxemburg (01:46) - Exklusiv-Interview mit Johannes Rau in Peking (1983) (02:54) - Von Radio Luxemburg zu 104.6 RTL in Berlin (03:41) - Die Entstehung des „Medienboten“-Tagebuchs ab 2006 (04:47) - Der Reiz des 20-Jahre-Rückblicks (Plattform-Wandel & Medienhistorie) (06:05) - Format-Details & Ausblick auf den Serienstart (Folge #500) (07:08) - Outro

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00:00:03:

00:00:19: Herzlich willkommen zu einer neuen Serie, zu einer neun Reihe vor zwanzig Jahren der Medienboote.

00:00:26: Ich begrüße in der Leitung den Autor dieser Zeilen die wir im täglichen Folgen mit Ausnahmen von Samstag Sonntag wenn ich das richtig verstanden habe hier auch täglich veröffentlichen.

00:00:39: Bern von Zermühlen.

00:00:41: Sie muss man eigentlich nicht vorstellen, aber ich will es dennoch irgendwie versuchen ... In Berlin waren sie ja sehr prominent unterwegs als RTL-Einhundertvierpunkt sechs gestartet.

00:00:53: Es war ein Geschäftsführer.

00:00:54: Aber sie haben noch viel mehr, ich sag mal Berufe.

00:00:58: Vielleicht stellen Sie die Wichtigsten vor?

00:01:02: Wann sind Sie ins Mediengeschäft eingetreten und was machen Sie heute?

00:01:07: Na im Mediengeschäfte bin ich eigentlich durch Zufälle gekommen.

00:01:11: Es entstand in Köln, wo ich wohnte im siebziger Jahr.

00:01:16: Entstand innerhalb der deutschen Welle das Fach, so nenne ich jetzt mal eine Asienredaktion und eine China-Redaktion.

00:01:25: Und durch mein immerwährendes Interesse in China heute übrigens auch noch habe ich den leiten Redakteur kennengelernt Andreas Donath einer der besten Übersetzer übrigens von chinesischer Literatur, Pulsier und so weiter.

00:01:39: Der früher beim Spiegel arbeitete und große Titelgeschichten über Joe Enlai und Mao Zedong zu verantworten hatte.

00:01:47: Und er guckte mich an und links waren chinesische Schriftzeichen an seiner Wand oder auf dem Schreibtisch lagen Kurven von Investitionsangeboten aus Amerika.

00:01:57: Er lebte es zu investieren in Aktien Und der sagte, ohne dass ich das lange erklärt.

00:02:03: Oh ja machen schreiben Sie mal was.

00:02:04: und da fing ich an für die China-Redaktion Asien Redaktionen regelmäßig Dinge zu schreiben unter einem Stand mehr Hunger eigentlich auf Journalismus.

00:02:17: und dann wurde ich eingestellt von den Anfängen der Morgenshow von Radio Luxemburg.

00:02:26: Das waren auch sozusagen Thomas Fingern.

00:02:29: Es war seine Anfangszeit, ich glaube es war das erste Jahr dort.

00:02:33: Kein Erkannte ihn so richtig im Haus aber er war ja sofort der Hochbegabte.

00:02:38: und Thomas stellte mich ein für Radio Luxemburg.

00:02:40: und bevor ich dort anfing, das war im Oktober, neunzehr dreiundachtzig hatte ich noch die Gelegenheit eine China-Reise zu machen.

00:02:49: da betreute ich interessierte Deutsche die nach China fahren wollten nicht betreutete sie als Reiseleiter.

00:02:56: wie durften damals nicht als Journalisten einen reisen?

00:02:59: Und durch Zufall ergab es sich, dass der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen... ...Ministerpräsident Rao war auch Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei.

00:03:12: Ein Journalist der Deutschen Presseagentur flüsterte mir zu sozusagen, das ist gar nicht nur ein normales Besuch ging sondern um die Aufnahme der Parteibeziehung zwischen Kapi China und der SPD.

00:03:25: Ich nahm die Gelegenheit wahr, ich war ja ein Null, ein Nichts.

00:03:29: Ich konnte zwar schon auftreten für Radio Luxemburger, aber wer traute schon radio Luxemburg ein politisches Interview zu.

00:03:36: Und in einem der größten Hotels Pickings aus den Träumen von und fragte ihn dann überraschend.

00:03:44: er war sehr nett freundlich wie immer zitierte Bibelferse und ich überfiel ihnen mit der Frage sind sie hier um mit der KB China die Parteiberziehung aufzunehmen?

00:03:54: und er war wütend aber antwortete mit dem was ich natürlich hören wollte ja Und das war mein erster Bericht, per Telefon in einer hackenden Leitung durchgegeben nach Luxemburg.

00:04:05: Und dann ab dreiundachtzig war ich wie gesagt bei Luxembourg, bei Radio Luxemburger noch am Ende dieser Phase nach einem kurzen Intermezzo in einem Industrie-Denim war ja dann auch Chef von Radio Luxeburg.

00:04:17: und aus dieser Rolle heraus wir hatten gar nichts mehr in Deutschland außer die Frequenzen von Radio.

00:04:26: Nicht schwächer wurden technisch, aber marketingmäßig immer schwäicher gegenüber den Konkurrenten WDR und so weiter.

00:04:32: Da war mein Plan in der größten Stadt Deutschlands ein Sender hochzuziehen mit neuen Implikationen, mit neuer Formatierung.

00:04:42: Und so kam es dann zu Hundertvier Punkt sechs, der ab Neunzeitenundneuenzig einen Sendebetrieb aufnahm.

00:04:47: Wir waren sehr früh und diesen kleinen Vorteil – also nenn ich's mal!

00:04:51: Den konnten wir jahrelang aufrichten.

00:04:54: Die Podcastreihe, die wir hier jetzt anbieten geht auf das Jahr zwei Tausend Sechs zurück.

00:05:01: Die Idee täglichen Tagebuch zu schreiben mit Medienthemen geht auf welches Ereignis?

00:05:08: Auf welchen Impuls zurück?

00:05:09: Ja es war ein gutes Verhältnis.

00:05:11: in freundschaftliches Feld ist das zu dem Journalisten.

00:05:15: Dr.

00:05:15: Jörn Krieger hatte der damals quasi aus dem Nichts diesen Medienboot des ja wunderbarer Name geschaffen hat und wir trafen uns irgendwann mal oder wir telefonierten.

00:05:28: Und da sage ich ihm, also pass auf oder passen Sie auf wenn das täglich bei Ihnen kommt dieser Medienbote mit sehr klugen Detail-Analysen dann kann man ja eigentlich auch ein Tagebuch da einpflegen und war einverstanden mit dieser Idee.

00:05:43: und seit diesem Zeitpunkt habe ich eben wie gesagt drei Jahre lang täglich im Prinzip bis auf Samstag Sonntag mir diesen kurzen Abschnitt herausgeschwitzt.

00:05:56: Unter sehr schwierigen Bedingungen habe ich das auch geschrieben, weil ich damals auch in Restaurant und Café in Luxemburg leitete quasi in Nachtschichten sehr viel lesend natürlich auch um so dieses tägliche Medien-Tagebuch zu schreiben innerhalb des Medienboten also es war eine rein verschriftliche Geschichte.

00:06:15: bei gezielten Abonnenten hat er das abgesetzt.

00:06:24: zu vertonen, ist eigentlich eine übliche Geschichte.

00:06:27: Man sollte ein Audiocharakter einen guten schriftlichen Dokument

00:06:31: beifügen.".

00:06:33: Das sowieso!

00:06:34: Aber die Frage stellt sich warum Olle Kamellen hier nochmal aufführen?

00:06:38: Das hat seinen Charme... ich gehe mal zurück zur Guido Knopp.

00:06:43: der hatte früher immer wochenschauen vor vierzig Jahren Sonntagsangeboten im zweiten deutschen Fernsehen.

00:06:49: Und ich fand das unheimlich spannend, weil sich das genau auch auf die Woche bezog, genau exakt vierzig Jahre zuvor und man sah, dass bestimmte Entwicklungen entweder abgebrochen sind oder dass man das ein-zu-eins heute senden könnte.

00:07:07: also ich sage mal wenn es um lieber nonkonflikt palizinenser israel konflikt geht.

00:07:13: Das sind ja immer noch Schlagzeilen, die uns heute in den Nachrichtensendungen zum Beispiel beschäftigen.

00:07:18: Wo man sich sagt hat sich da überhaupt nichts bewegt.

00:07:20: Die schlagen sich immer noch die Köpfe ein.

00:07:22: Runtergebrochen auf die Medien fand ich sehr spannend als ich ihre Notizen, ihre Tagebucheinträge las dass manches überhaupt nicht mehr existiert wie... Obwohl, ich glaube es kommt wieder Myspace habe ich gehört wird wieder belebt.

00:07:38: aber so Dinge, die vor zwanzig Jahren passiert sind.

00:07:41: Da war Facebook am Start, da war YouTube in den Kinderschulen und gehörte noch nicht

00:07:47: Google.

00:07:48: Und der Katzencontent breitete sich daraus aus.

00:07:51: Was ist heute daraus für eine mächtige Video-On-demand-Plattform geworden?

00:07:56: Es ist spannend einerseits sie in diesen Aufzeichnungen auch schon vorausdenkend zu lesen und zu hören jetzt und das abzugleichen mit der Entwicklung die um uns rum passiert.

00:08:09: Das ist meine Faszination.

00:08:11: Wenn Sie Ihre eigenen Texte hören oder nachlesen, was geht Ihnen da durch den Kopf?

00:08:17: Ähnliches!

00:08:18: Ich habe dieses Medien-Tagebuch schriftlich in jeder Nacht dem Herausgeber Dr.

00:08:26: Jörn Krieger angeboten, der das auch unter Schweiß und Tränen ... Ich glaube er hat damals in Frankreich gewohnt, den Medienboten zusammengestellt hat.

00:08:34: Es war dann auf der letzten Seite Und aus heutiger Sicht, sie werden das ja senden unter dem Leitgedanken heute vor zwanzig Jahren.

00:08:45: Das ist keine ungewohnte Geschichte.

00:08:48: Sie haben es eben mit Guido Knob erwähnt Es gibt immer noch auf einem der AD-Kanäle die Tagesschau vor zwantig Jahren.

00:08:58: Also dieser Rückgriff auf ein Stichtag.

00:09:01: Da gibt's natürlich auch die WDR Reihe Zeitzeichen die sozusagen frei zurückgerät, die historischen Kapitel aufbaut.

00:09:12: Das war interessant.

00:09:13: und wenn ich heute... diese schriftlichen Reihen von mir angucke.

00:09:18: Ich habe über Steve Jobs geschrieben, der ein schwieriger Mensch war.

00:09:22: Ich hab über die ersten Parteien-Podcasts von CDU und FDP geschrieben, die gar keine Ahnung hatten was sie da machen.

00:09:29: ich habe über den WDR Geburtstag geschrieben wo große Streitereien gab im Jahre zwei tausend sechte.

00:09:37: ich habe mit Brian Epstein den Manager der Beatles geschrieben.

00:09:40: also was mich immer inspiriert hat ist Technik, Journalismus Medienereignisse Persönlichkeiten so zu mischen und so zu beobachten dass sie wie gesagt vor zwanzig Jahren damals wurde das ja geschrieben eine spannende Lektüre werden können für ich würde sagen Ja Leute die gerne sehr komprimiert was lesen

00:10:04: Und das sind damit überfordern wir niemanden jetzt keine stundenlang Kapitel, sondern das sind kurze Abschnitte.

00:10:13: Zwei drei Minuten im Originalton jeden Tag immer zur selben Zeit veröffentlicht so dass man auch auf dem Weg zu Arbeit oder beim Frühstück sich das anhören kann.

00:10:25: bleiben sie also oder werden Sie Abonnent dieser speziellen Medienbotenausgaben vor?

00:10:33: Wir starten am einundreißigsten August zwei tausend sechs mit dem Medienboten Nummer fünfhundert.

00:10:39: Wir wollten jetzt nicht durcheinander geraten, indem wir noch tiefer zurückgehen sondern dass es exakt zwanzig Jahre immer ist wenn diese Folge von ihnen vorgetragen vorgelesen hier veröffentlicht

00:10:53: wird.

00:10:54: sind wir also gespannt?

00:10:55: bern von zermühlen auf den ein und dreißigste august six so viel können wir schon verraten geht um die internationale Funkausstellung, als sie noch internationale Funkausstellung hieß.

00:11:06: Sie heißt ja inzwischen Eva Innovation for All.

00:11:10: also man hat sich von dem eigentlichen Namen inzwischen getrennt.

00:11:14: das Logo ist seltsamerweise immer noch dasselbe mit diesem Pfeil in Ohr und Auge und diesen Kasten drumherum der erinnert an ein Bildschirm.

00:11:25: Vielen Dank Bernd von Zumülen Diese Texte hier der Öffentlichkeit zugänglich machen

00:11:45: können.

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