Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 20.09.2006 | #015
Shownotes
Digitaler Taktstock In Wiens 1. Bezirk in der Seilerstätte 30 liegt das ehemalige Palais des Erzherzogs Karl. Der Komponist Otto Nicolai (1810-1849) komponierte hier die Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Seit dem Juni 2000 beherbergt das Palais das „Haus der Musik“ und das Museum der Wiener Philharmoniker, die in den über 160 Jahren ihres Bestehens so manches Wundernswerte angesammelt haben. Vielleicht ist es das vorzüglichste Orchester der Welt. Das Neujahrskonzert ist legendär und am 1. Januar 2007 wird Zubin Mehta am Pult stehen, wenn die großartigen Walzermelodien in über 50 Länder im Fernsehen übertragen werden. Nun hat der Medieninformatiker Professor Jan Oliver Borchers von der RWTH Aachen zusammen mit der Universität Bonn einen elektronischen Taktstock entwickelt, dessen Bewegung an einen Rechner weitergegeben wird, der dafür sorgt, dass digitale Aufnahmen der Wiener Philharmoniker animiert werden und der Laien-Dirigent mal richtig Gas geben kann mit dem Wiener Klangkörper. Im Haus der Musik in Wien ist das ein Publikumsrenner zusammen mit anderen interaktiven Erlebnissen. „Personal Orchestra“ nennen die Wiener das elektronische Dirigieren für Jedermann, zu dem die Wiener Philharmoniker ihren Segen gegeben haben. Die Animation ist ziemlich raffiniert. Gesten und Blickrichtung des Amateur-Dirigenten steuern Tempo und Lautstärke - und wenn das Dirigat zu hundsmiserabel ist, beschwert sich der Konzertmeister. Im Rahmen des Bonner Beethoven-Fests wurde das Zauberwerk vorgestellt. Beruhigend, dass es jetzt eine Karaoke-Version für die Wiener Klassik gibt.
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Disclaimer: Dieser Podcast erhielt bei der Thumbnail- und Jingle-Gestaltung bzw. bei der Sound-Optimierung Unterstützung durch KI. Bernt von zur Mühlen und Jörg Wagner sind echt.
Produktion: Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
Transkript anzeigen
00:00:00: Der Medienbote.
00:00:02: Vor zwanzig Jahren.
00:00:04: Medientagebuch von Bernd von Zormühlen.
00:00:09: Heute!
00:00:11: Medienbode, Ausgabe Nummer fünfhundert vierzehn vom zwanzichsten September zweitausendsechs.
00:00:17: Digitale Taktstock.
00:00:20: In Wien's ersten Bezirk in der Seilerstätte dreißig liegt das ehemalige Palais des Erzherzugs Karl.
00:00:27: Der Komponist Otto Nikolai?
00:00:30: Er lebte achtzehn bis achtzehnt neunundvierzig, komponierte hier die Oper Die Lustigen Weiber von Winsor.
00:00:37: Seit dem Juni zweitausend beherbergt das Palais Das Haus der Musik und das Museum Der Wiener Philharmoniker, die in den über hundertsechzig Jahren ihres Bestehens so manches wundernswerte angesammelt haben.
00:00:51: Vielleicht ist es das vorzüglichste Orchester der Welt.
00:00:54: Das Neujahrskonzert ist legendär und am ersten Januar zwei tausend sieben wird Zubin Meter am Pult stehen, wenn die großartigen Walzermelodien in über fünfzig Länder im Fernsehen übertragen werden.
00:01:06: Nun hat der Medieninformatiker Prof.
00:01:09: Jan Oliver Borchers von der RWTH Aachen zusammen mit der Universität Bonn einen elektronischen Taktstock entwickelt dessen Bewegung an einen Rechner weitergegeben wird, der dafür sorgt dass digitale Aufnahmen der Wiener Philharmoniker animiert werden und der Laiendirigent mal richtig Gas geben kann mit dem Wienerklangkörper.
00:01:32: Im Haus der Musik in Wien ist das ein Publikumsrenne zusammen mit anderen interaktiven Erlebnissen.
00:01:39: Personal Orchestra nennen die Wieners das elektronische Dirigieren für jedermann zudem die Winer PhilharMoniker ihren Segen gegeben haben.
00:01:48: Die Animation ist ziemlich raffiniert, Gesten und Blickrichtung des Amateur-Dirigenten steuern Tempo und Lautstärke.
00:01:55: Und wenn das Dirigat zu huntsmiserabel ist, beschwert sich der Konzertmeister!
00:02:00: Im Rahmen des Bonner Beethovenfests wurde das Zauberwerk vorgestellt – beruhigend dass es jetzt eine Karaoke Version für die Wiener Klassik gibt.
00:02:11: Schalten Sie wieder ein, wenn's heißt... Der Medienboote Vor zwanzig Jahren Medien-Tagebuch von Bernd von Zürnühen.
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