Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 31.08.2006 | #001
Shownotes
Albert Einstein und die Funkausstellung 50 Milliarden Euro ist das Telefoniegeschäft in Deutschland schwer. Dafür müsste die gesamte Medienindustrie lange stricken - sie kommt gerade mal auf ein Zehntel dieser Größe. Wenn sich jetzt Schlauberger über die noch kleine Marktzahl von IPTV-Teilnehmern über das superschnelle Internet lustig machen und höhnen, dass man ja auch diesen Telekom-Kunden die Film-DVD im Taxi vorbeibringen könne, dann wird übersehen, dass mit 50 Milliarden Euro im Rücken ruhig ein Geschäft klein anfangen kann, aber kein TV-Sender, kein Zeitungsverlag und keine Radiostation an diesem Riesenkuchen Telefonie und Endkunde mit Adresse und Konto partizipiert. Die Telekom hat die Funkausstellung entdeckt, die in diesen Tagen in Berlin im neuen Ein-Jahres-Rhythmus beginnt. 1930, auf der 7. Funkausstellung in Berlin, eröffnete Albert Einstein mit den Worten: „Verehrte An- und Abwesende, wenn ihr den Rundfunk höret, so denkt auch dran, wie die Menschen in den Besitz dieses wunderbaren Werkzeuges der Mitteilung gekommen sind. Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.“ Abwesende zu grüßen ist nicht nur witzig, sondern wäre im Falle der jetzigen Funkausstellung auch angebracht. Die Googles, Yahoos, eBays, YouTubes und MySpaces sind nicht Aussteller unterm Funkturm. Sie sind aber die Treiber, die aus Millionen Nutzern geformte Medien-Plattformen betreiben. Und der modernen Funkausstellung würde es auch gut stehen, wenn ein Visionär und Nobelpreisträger wie Albert Einstein sie eröffnen würde. Dann könnte man sich auf klare Gedanken freuen und einen kleinen Witz am Anfang gleich dazu.
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00:00:00: Der Medienboote.
00:00:02: Vor zwanzig Jahren.
00:00:04: Medientagebuch von Bernd von Zormühlen.
00:00:09: Heute!
00:00:10: Medienbooter, Ausgabe Nummer fünfhundert vom einundreißigsten August.
00:00:15: zwei tausendsechs
00:00:16: Albert Einstein und die Funk-Ostellung.
00:00:20: Fünfzig Milliarden Euro ist das Telefoniegeschäft in Deutschland schwer.
00:00:25: Dafür müsste die gesamte Medienindustrie lange stricken.
00:00:29: Sie kommt gerade mal auf ein Zehntel dieser Größe.
00:00:32: Wenn sich jetzt Schlauberger über die noch kleine Marktzahl von IPTV-Teilnehmern, über das super schnelle Internet lustig machen und hönen dass man ja auch diesen Telekom Kunden die Film DVD im Taxi vorbeibringen könne dann wird übersehen dass mit fünfzig Milliarden Euro im Rücken ruhig ein Geschäft klein anfangen kann, aber kein TV-Sender.
00:00:55: Kein Zeitungsverlag und keine Radiostation.
00:00:59: an diesem riesen Kuchen Telefonie und Endkunde mit Adresse und Konto
00:01:03: partizipiert.".
00:01:05: Die Telekom hat die Funkausstellung entdeckt, die in diesen Tagen in Berlin im neuen Einjahresrhythmus beginnt.
00:01:11: In den letzten Jahren eröffnete Albert Einstein mit den Worten Verehrte An- und Abwesende, wenn ihr den Rundfunk hört, so denkt auch dran wie die Menschen in dem Besitz dieses wunderbaren Werkzeugs der Mitteilung gekommen sind.
00:01:28: Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübeln Forschers und nicht minder die konstruktive Fantasie des technischen
00:01:39: Empfinders.".
00:01:41: Abwesende zu grüßen ist nicht nur witzig, sondern wäre im Falle der jetzigen Funk-Ausstellung auch angebracht.
00:01:47: Die Googles, Yahoo's eBase, YouTubes und MySpace sind nicht Aussteller unter dem Funktur – sie sind aber die Treiber, die aus Millionen Nutzern geformte Medienplattformen betreiben!
00:01:59: Und der modernen Funkausstellung würde es auch gut stehen wenn ein Visionär oder Nobelpreisträger wie Albert Einstein sie eröffnen würde… Dann könnte man sich auf klare Gedanken freuen und einen kleinen Witz am Anfang gleich dazu.
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