Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 02.10.2006 | #023
Shownotes
Wunschzettel an Stiftung Warentest Die Themenpalette der Stiftung Warentest scheint endlos und vollständig. Wer eine Hilfestellung für Versicherungen braucht, kann aus einem Füllhorn an Tests aussuchen. Und so ziemlich jedes Gerät, jede Ware ist von den Prüfern durch die Mangel genommen worden und in seinen Leistungsdetails für die Nutzer und Käufer transparent geworden. Mutig sind die Macher der Stiftung Warentest auch, denn als sie kurz vor der Fußball-WM manchen Stadien den notwendigen Sicherheitsstandard absprachen, bellten viele zurück. Neutralität ist das oberste Gebot der Einrichtung und nahezu jeder Deutsche kennt die hoch renommierte Marke. Gibt es also noch weiße Flecken im Test-Atlas der Stiftung? Ist alles, was neutral beobachtet und ausgewertet werden kann, im Fokus der Stiftung? Nicht ganz, denn um die uns demnächst vollständig umgebende Internet-Welt und die klassische Medienwelt macht die Stiftung einen großen Bogen. Wenn Bildung einen solchen Stellenwert hat, wie wir alle wissen, warum werden die Unis in Deutschland und die Gymnasien nicht getestet? Dort fließt viel Geld von Jedermann hin und man wüsste doch gerne, ob das gut angelegt ist. Natürlich gibt es die Webseite www.meinprof.de, wo über 25.000 Uni-Lehrende beurteilt werden. Aber da geht es oft arg, wenngleich amüsant, subjektiv zu. Auch TV-Sender, Zeitungen, Zeitschriften, Radiosender und Internetseiten sollten von der Stiftung Warentest untersucht werden. Ob ein von VOX gesendeter Krimi gut oder schlecht ist, muss unter Publikumsgeschmack verbucht werden, ob aber der Sender eine gute oder schlechte Internetseite hat, ob sein Zuschauertelefon gut oder schlecht funktioniert, ob sein Sendeschema umfassend oder spartig ist, all das könnten Warentest-Highlights werden. Ist die Qualität einer Tageszeitung, einer Agentur, eines Radiosenders, einer Internetseite nicht objektiv messbar? Wenn das nicht möglich ist, sollte man sofort alle Studiengänge dazu schließen und im Fach Esoterik unterbringen.
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Disclaimer: Dieser Podcast erhielt bei der Thumbnail- und Jingle-Gestaltung bzw. bei der Sound-Optimierung Unterstützung durch KI. Bernt von zur Mühlen und Jörg Wagner sind echt.
Produktion: Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de
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