Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 01.09.2006 | #002

Shownotes

Wer hat Angst vor RRC 06? In Genf, auf neutralem Schweizer Boden, ist schon so manche Langfrist-Wirkung in Gang gesetzt worden. Was im Frühsommer dort unter dem unscheinbaren Namen RRC 06 für die Zukunft digitaler Frequenzen ermöglicht wurde, wird spätestens in wenigen Wochen, wenn alle wieder aus der asynchronen deutschen Urlaubsplanung zurück an ihren Schreibtischen sind, für starken Zündstoff sorgen. Denn die Zeiten der Frequenzknappheit sind vorbei. Und damit der Ausgangspunkt für eine Definition von Rundfunk, die viele Jahrzehnte in der analogen Welt Bestand hatte, aber jetzt nicht mehr gilt. Es wird so viele digitale Claims bei DAB/DMB, DVB-T und DVB-H zu verteilen geben, dass längst nicht mehr die Medienunternehmen, die an den analogen UKW-Trögen ein gutes Auskommen hatten, diese Frequenz-Explosion alleine aufgreifen und bespielen können. Die Zeitschrift „Broadcast & Mobile“ hat in ihrer aktuellen Ausgabe deshalb listig die Frage an Marktteilnehmer gestellt, ob die digitalen Frequenzen wie DAB/DMB, DVBT und DVB-H weiterhin exklusiv von Rundfunkunternehmen genutzt werden sollen, oder auch Mobilfunkunternehmen oder branchenfernen Investoren offen stehen sollten. Für Frank-Peter Lorenz, Geschäftsführer von Zenithmedia ist klar: „Die digitalen Frequenzen sollten auf jeden Fall offen genutzt werden. Durch den Markteintritt neuer Teilnehmer entsteht Wettbewerb, der wiederum neue Businessmodelle und Innovationen fördert.“ Und der Medienmanager fügt hinzu: „Erstmal ist es ganz wichtig, dass wir nationale Frequenzketten bekommen. Das Radio wird somit wie TV zu einem nationalen Medium.“ Und wie sieht es ein Radiobetreiber wie Harald Gehrung, Geschäftsführer von radio ffn? „Die digitalen Frequenzen sollten weiterhin von den Rundfunkunternehmen exklusiv genutzt werden.“ Endlich kommt Leben in die Bude!

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00:00:00: Der Medienboote.

00:00:02: Vor zwanzig Jahren.

00:00:04: Medientagebuch von Bernd von Zormühlen.

00:00:09: Heute!

00:00:10: Medienbote, Ausgabe Nummer fünfhunderteins vom ersten September.

00:00:15: zwei tausendsechs.

00:00:16: Wer hat Angst vor RRC zero sechs?

00:00:20: In Genf auf neutralem Schweizer Boden ist schon so manche Langfristwirkung in Gang gesetzt worden.

00:00:28: was im Frühsommer dort unter dem unscheinbaren Namen rrc-null sechs für die Zukunft digitaler Frequenzen ermöglicht wurde, wird spätestens in wenigen Wochen wenn alle wieder aus der Asynchronen deutschen Urlaubsplanung zurück an ihren schreibtischen Sinn für starken Zündstoff sorgen.

00:00:47: Denn die Zeiten der Frequenzknappheit sind vorbei Und damit der Ausgangspunkt für eine Definition von Rundfunk, die viele Jahrzehnte in einer Analogenwelt Bestand hatte aber jetzt nicht mehr gilt.

00:00:59: Es wird so viele digitale Claims bei DAB, DMB, DVBT und DVBH zu verteilen geben das längst nicht mehr die Medienunternehmen, die an den analogen UKW-Trögen ein gutes Auskommen hatten diese Frequenz-Explosionen alleine aufgreifen und bespielen können.

00:01:17: Die Zeitschrift Broadcast & Mobile hat in ihrer aktuellen Ausgabe deshalb listig die Frage an Marktteilnehmer gestellt, ob die digitalen Frequenzen wie DAB, DMB, DVBT und DVBH weiterhin exklusiv von Rundfunkunternehmen genutzt werden sollen oder auch Mobilfunk-Unternehmen oder Branchenfernen Investoren offenstehen sollten.

00:01:42: Für Frank Peter Lorenz Geschäftsführer von Zenit Media ist klar Die digitalen Frequenzen sollten auf jeden Fall offen genutzt werden.

00:01:51: Durch den Markteintritt neuer Teilnehmer entsteht Wettbewerb, der wiederum neue Businessmodelle und Innovation fördert.

00:01:57: Und der Medienmanager fügt hinzu – erst mal ist es ganz wichtig dass wir nationale Frequenzketten bekommen!

00:02:05: Das Radio wird somit VTV zu einem nationalen Medium.

00:02:10: Wie sieht das ein Radiobetreiber wie Harald Gerung Geschäftsführer von RadioFFN?

00:02:16: Er sagt, die digitalen Frequenzen sollten weiterhin von den Rundfunkunternehmen exklusiv genutzt werden.

00:02:22: Endlich kommt damit Leben in die Bude!

00:02:25: Schalten Sie wieder ein wenn es

00:02:26: heißt... Der Medienbote

00:02:29: Vor zwanzig Jahren?

00:02:33: Der nächste Medienbucheintrag, vierter September zwei tausendsechs

00:02:38: Medientagebuch von Bernd von Zürnmühlen.

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