Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 20.10.2006 | #036

Shownotes

Deutsche Ratspräsidentschaft ante portas Demnächst ist es soweit: Ab dem 1. Januar 2007 sitzt Deutschland im Fahrersitz der EU-Ratspräsidentschaft. Ob Deutschland als ein stramm regulierter Medienmarkt die notwendige politische Phantasie und Erfahrung mitbringt, um die dringend notwendige weitere Liberalisierung der europäischen Medienmärkte voranzutreiben, ist noch ein unbeschriebenes Blatt. Was alles die Medienindustrie im Schuh drückt, ist zurzeit auf zahllosen Foren auf den Münchner Medientagen zu hören. Es wird sehr auf den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, und sein Team sowie das Wirtschaftsministerium ankommen, wie Deutschland unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Ratspräsidentschaft Medienakzente setzt. Themen gibt es zuhauf. Die nicht fertige Fernsehrichtlinie und vor allem der Wildwuchs von sich widersprechenden und konkurrierenden Verordnungen und Gesetzen im Medienbereich sind brandheiß. In Deutschland konkurrieren die Ebenen Bundesland und Bund und dies alles noch mal mit europäischen Regelungen und Ideen. Was lineare und nichtlineare Dienste in der europäischen Fernsehrichtlinie sind, ist immer noch unklar. Pay-per-View ist offensichtlich linear, Video-on-Demand nicht linear. Großartig. Die Tsunami-Welle der digitalen Verbreitungsmöglichkeiten entsprechend der Ergebnisse der Wellenkonferenz RRC 06 muss gebändigt und kanalisiert werden, wobei klar ist, dass nicht alles den traditionellen privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern zugeschlagen werden kann. Patentfragen im Treiber Informationstechnologie harren auf Beantwortung und der Wirtschaftsfaktor Medien ist oftmals durch überholte Regelungen nicht frei genug. Liberalisierte Medienmärkte schaffen Arbeitsplätze und Mehrwert. Es gibt nicht nur den offenen EU-Beitritt der Türkei, Elite-Unis und Energiepreise. Es gibt eine vorwärts stürmende europäische Medienindustrie, die Klarheit braucht und Bewegungsspielraum, damit sie einigermaßen mit der angelsächsischen Medienwelt mithalten kann.

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Disclaimer: Dieser Podcast erhielt bei der Thumbnail- und Jingle-Gestaltung bzw. bei der Sound-Optimierung Unterstützung durch KI. Bernt von zur Mühlen und Jörg Wagner sind echt.


Produktion: Jörg Wagner Post: post [ätt] medienhoelle [pünktchen] de

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