Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 05.09.2006 | #004

Shownotes

Du bist „Bild“-Deutschland-Reporter Seit einigen Tagen liegen in den „Bild“-Verkaufsstellen so genannte „Bild“-Presseausweise aus, die Reporter Jedermann etablieren. Die scheckkartengroße Leser-Reporter-Karte mit der Ausweisnummer 1414 ist für „Bild“ ein Marketing-Coup ersten Ranges. „Werden Sie Bild-Leser-Reporter!“ steht auf der dazugehörigen Postkarte. In meiner kleinen Dorf- Verkaufsstelle auf deutscher Moselseite drückte mir die sympathische Kiosk- Besitzerin gleich ein Dutzend dieser „Bild“-Presseausweise in die Hand. So soll es sein. Wenn alle im vergangenen Jahr „Deutschland“ sein konnten, dann kann auch jeder Leser-Reporter von „Bild“ werden. Sogar in englischer und französischer Sprache ist auf dem kleinen Karton vermerkt, dass es sich um den „Bild“- Presseausweis handelt und das Foto des Besitzers eingeklebt werden soll. Natürlich haben dieses grenzwertige Produkt die schlauen Justiziare von „Bild“ geprüft und hinten ist klein vermerkt: „Behindern Sie bei Ihren Aufnahmen nicht die Arbeit von Polizei oder Rettungsdiensten. Und bringen Sie sich selbst und andere nicht in Gefahr. Bitte beachten Sie, dass dies kein Presseausweis i.S.d. Vereinbarung der Innenministerkonferenz, der Journalistengewerkschaft und der Verlegerverbände ist.“ Für jedes Foto, das von dem Millionen-Heer der „Bild“-Leser-Reporter im Blatt veröffentlicht wird, zahlt das Blatt bares Geld. Einfach das Foto per E-Mail an die Adresse 1414@bild.de schicken. Mit dieser Aktion hat „Bild“ die Leser-Blatt-Bindung auf eine neue Stufe gehoben. Als ich als Kind in den „Donald Duck“-Club eintrat, stellte sich das erhebende Gefühl ein, als der Club-Ausweis ankam. Der „Donald Duck“-Reporter-Club der „Bild“-Zeitung arbeitet mit dem gleichen Identifizierungseffekt. Natürlich kritisiert der Deutsche Journalisten-Verband die Aktion. Er fürchtet um die Akzeptanz der echten Presseausweise. Wir werden noch viel von dieser Aktion hören.

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00:00:20: Seit einigen Tagen liegen in den Bildverkaufsstellen sogenannte Bildpresseausweise aus, die Reporter jedermann etablieren.

00:00:29: Die checkkartengroße Leserreporter-Karte mit der Ausweisnummer «Einsvier, Einsvier» ist für Bild ein Marketing-Coup ersten Ranges.

00:00:38: Werden Sie Bildlesereporter steht auf der dazugehörigen Postkarte.

00:00:43: In meiner kleinen Dorfverkaufsstelle auf deutscher Moselseite drückte mir die sympathische Kioskbesitzerin gleich einen Dutzend dieser Bildpressausweise in die Hand.

00:00:54: So soll es sein.

00:00:55: Wenn alle im vergangenen Jahr Deutschland sein konnten, dann kann auch jeder Lesereporter von Bild werden.

00:01:02: Sogar in englischer und französischer Sprache ist auf dem kleinen Karton Vermerk das sich um den Bildpresseausweis handelt und das Foto des Besitzers eingeklebt werden soll.

00:01:12: Natürlich haben dieses grenzwertige Produkt die schlauen Justiziare von Bild geprüft und hinten ist kleinvermerkt.

00:01:20: behindern sie bei ihren Aufnahmen nicht die Arbeit von Polizei oder Rettungsdiensten Und bringen sie sich selbst und andere nicht in Gefahr.

00:01:28: Bitte beachten Sie, dass dies kein Presseausweis im Sinne der Vereinbarung, der Innenministerkonferenz, der Journalistengewerkschaft oder der Verlegerverbände ist.

00:01:38: Für jedes Foto das von den Millionen hier der Bildleserreporte im Blatt veröffentlicht wird zahlt das blattbares Geld einfach das Foto per E-Mail an die Adresse www.einsvierEinsViertBild.de.

00:01:51: schicken.

00:01:52: Mit dieser Aktion hat Bild Die Leser blackt Bindung auf eine neue Stufe gehoben.

00:01:57: Als ich als Kind in den Donald Duck Club, wie früher sagte Eintrat, stellte sich das erhebende Gefühl ein, dass der Klub Ausweis ankam Der Donald-Duck Reporterclub der Bildzeitung arbeitet mit dem gleichen Identifizierungseffekt.

00:02:14: Natürlich kritisiert der deutsche Journalistenverband die Aktion Erfürchtet um die Akzeptanz der echten Presseausweise.

00:02:21: Wir werden noch viel von dieser Aktion

00:02:37: hören.

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