Der Medienbote - Vor 20 Jahren | 11.09.2006 | #008
Shownotes
Und was ist mit den Inhalten? Die Medienwoche in Berlin, die Funkausstellung und dann noch im Oktober die Medientage in München mit dem Motto „Medien auf Abruf“ schleifen die Theorie-Kiesel mehr und mehr und geben klaren Einblick, was Digitalisierung wirklich bedeutet. Lassen wir mal das eindrucksvolle Getöse der Techniker weg, übersehen wir für einen Moment die quälenden ordnungspolitischen Debatten und fragen uns nach dem Kern der Entwicklung. Ziemlich simpel und schockierend: da die Digitalisierung die Inhalte quasi überall verfügbar gemacht hat, werden die Träger der Inhalte, die Medien immer bedeutungsloser, Reichweiten immer belangloser und ein Ende der TKPDenke ist in Sicht. Die Eigenbewegung der Konsumenten ist die Bugwelle der neuen Medienbewegung. Hochsensible interaktive Communities bauen eine weltweite selbstbestimmte Peer-Öffentlichkeit und wer keinen Realzeit-Kontakt herstellen kann, nicht bedürfnisnah und Community-affin ist, sollte lieber Steine klopfen als im Mediengeschäft tätig werden. Amateure wie www.craigslist.org sind die Stars, philanthropische Ansätze siegen über Push-Medien und die Patchwork-Society hat derart tiefgreifend die Gesellschaft verändert, dass die Individualisierung die Pflichtkultur der 50er und 60er Jahre mit Familie, Treue und Frömmigkeit zertrümmert hat und eine Neue Bürgerlichkeit mit Freundschaft, Spiritualität, Engagement und Natürlichkeit mehr wiegt. Innovation entsteht in Netzwerken und Systeme müssen sich öffnen, wie Henry Chesbrough in seinem Buch „Open Innovation“ fordert. Wenn Inhalte sich von den Medien entkoppeln, die Wiedererlangung der Zeithoheit die linearen Massenmedien ersetzen wird, dann liegt alleine in den Inhalten die Renaissance.
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00:00:00: Und was ist mit den Inhalten?
00:00:19: Die Medienwoche in Berlin, die Funkausstellung und dann noch im Oktober die Medientage in München.
00:00:24: Mit dem Motto Medien auf Abruf schleifen die Theorie Kiesel mehr und mehr, und geben klaren Einblick was Digitalisierung wirklich bedeutet.
00:00:34: Lassen wir mal das eindrucksvolle Getöse der Techniker weg?
00:00:38: Übersehen wir für einen Moment die quälenden ordnungspolitischen Debatten und fragen uns nach dem Kern der Entwicklung – ziemlich simpel und schockierend!
00:00:47: Da die Digitalisierung die Inhalte quasi überall verfügbar gemacht hat werden die Träger der Inhalte, die Medien immer bedeutungsloser.
00:00:57: Reichweiten immer belangloser und ein Ende der tausend Kontaktpreisdenk ist in Sicht!
00:01:02: Die Eigenbewegung der Konsumenten ist die Buchwelle der neuen Medienbewegungen.
00:01:07: Hochsensible interaktive Communities bauen eine weltweite selbstbestimmte PIR-Öffentlichkeit – und wer keinen Realzeitkontakt herstellen kann nicht bedürfnisnah und Community affinist, sollte lieber Steine klopfen als im Mediengeschäft tätig werden.
00:01:24: Amateure wie www.craigslist.org sind die Stars.
00:01:29: Philanthropische Ansätze siegen über Push-Medien und die Patchwork Society hat derart tiefgreifend die Gesellschaft verändert, dass die Individualisierung die Pflichtkultur der Fünfziger- und Sechzigerjahre mit Familie treue und Frömmigkeit zertrümmert hat.
00:01:51: mehr wiegt.
00:01:52: Innovation entsteht in Netzwerken und Systeme müssen sich öffnen, wie Henry Cheesebro in seinem Buch Open Innovation fordert.
00:02:00: Wenn Inhalte sich vor den Medien entkoppeln die Wiedererlangung der Zeithoheit die linearen Massenmedien ersetzen wird dann liegt alleine in den Inhalten die Renaissance.
00:02:12: Schalten Sie wieder ein wenn es heißt... Medientagebuch von Bernd von Zulülen.
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